Cumart meets Winnetou

Logo BAMLIT19»Ist das Phänomen Karl May überhaupt zu erklären? Was unterscheidet den bisher weltweit auflagenstärksten deutschen Autor von seinen Kollegen und Kolleginnen von gestern und heute?« Das fragten sich die Organisatoren des Bamberger Literaturfestivals (#BAMLIT19) Anfang dieses Jahres und luden die Autorin Tanja Kinkel, ihre Kollegen Paul Maar und Nevfel Cumart zusammen mit einigen weiteren Gästen zu Lesung und Gespräch. »Ein Abend für neugierige Greenhorns und May-Kenner« nannten sie die Veranstaltung über den Mann aus dem sächsischen Radebeul, der 1912 siebzigjährig starb und dessen Verlag in Bamberg ansässig war. Anschließend berichtete das Online-Magazin inFranken.de über den Abend:

Karl May (Photo: Erwin Raupp, public domain)

Karl May (Photo: Erwin Raupp, public domain)

»[Karl May] ist mehr als ein viel gelesener Autor von Abenteuererzählungen mit den auch durch Verfilmungen populär gewordenen Figuren Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi, Winnetou und vielen anderen. Er ist, so man sich als Erwachsener mit dem Jugendschriftsteller beschäftigt, der er auch, aber keineswegs nur war, eines der interessantesten Phänomene nicht nur der deutschen Literatur. Interessant unter literatursoziologischen, -psychologischen und auch -ökonomischen Aspekten.«

So wies Nevfel Cumart »auf die Selbstvermarktungsstrategien des freien Schriftstellers hin, der der Karl-May-Philologie ein weites Feld hinterlassen hat. (…) Rolf-Bernhard Essig, Mitverfasser eines ›Karl-May-Abcs‹, wies dann zu Recht auf die bitterarmen Verhältnisse, denen May entstammte, als einen entscheidenden Schlüssel zum Verständnis von Person und Werk – immerhin verbrachte der Webersohn siebeneinhalb Jahre in Haft wegen ›Köpenickiaden‹, so [Tanja] Kinkel.«

Das Fazit des Magazins lautet schließlich: »Ein amüsanter Abend«. Der gesamte Bericht lässt sich auf der Magazin-Website nachlesen, und auch die Ankündigung der Veranstaltung ist nach wie vor auf der BAMLIT-Website online.


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