»Türkische Kindheiten«

Nevfel Cumart übersetzt Zekeriya Sertel

Türkische KindheitenUnter dem Titel »Woran ich mich erinnere« (Hatırladıklarım) schrieb der türkische Oppositionelle 1977 seine Autobiographie. Heute, 35 Jahre später, finden sich Teile des Textes in einer engagierten Anthologie wieder – ins Deutsche übertragen von Nevfel Cumart.

Kindheitserinnerungen herausragender türkischer Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Politik – das ist die Idee des Buches »Türkische Kindheiten«; eine spannende Idee, wie der renommierte Turkologe und Orientalist Klaus Kreiser in seinem Vorwort umreißt: »Wenn türkische Autoren und Autorinnen auf ihre Kindheit und Jugend vor der Gründung der neuen Türkei zurückblicken, erzählen sie von einer Welt, die stärkere Umbrüche erfahren hat als die meisten Teile Südosteuropas und des Nahen Ostens.«

Zekeriya SertelDas gilt auch für das Leben Zekeriya Sertels, dessen Erinnerungen das Buch um eine starke Stimme bereichern. Zekeriya Sertel (1890 – 1980) war ein herausragender kritischer Journalist und Zeitungsherausgeber, der auch Oppositionsblätter und linksgerichtete Zeitschriften veröffentlichte. Er wurde wegen seiner politischen Ansichten mehrfach verhaftet.

»Türkische Kindheiten« ist im Verlag Literaturca erschienen; Details und eine Bestellmöglichkeit finden sich hier.

Photo Zekeriya Sertel: Wikipedia.


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