Lyrik lesen!

Lyrik lesen!Lyrik lesen! Dieser Imperativ bedarf für die 65 Beiträger keiner Rechtfertigung. Alle sind engagierte Leser, so engagiert, daß sie dafür bekannt sind, selber Lyrik zu schreiben oder über Lyrik zu schreiben. Der zweite Grund für den Titel und gleichzeitig der rote Faden: Alle Texte thematisieren das Lesen. Es handelt sich also um einen Spaziergang durch die Geschichte des Lesens, der nicht nur lehrreich, sondern, wie jeder Spaziergang, unterhaltsam ist. Die einzelnen Aufsätze orientieren sich am Beispiel der Frankfurter Anthologie, insbesondere, weil mit diesem Band einer der bekanntesten und dienstältesten Mitarbeiter der Frankfurter Anthologie geehrt werden soll: Wulf Segebrecht, der im Dezember 2000 sein 65. Lebensjahr vollendet. Da Wulf Segebrecht im oberfränkischen Bamberg lehrt und lebt, und um die durchaus vorhandenen, konzeptionellen Unterschiede deutlich zu machen, wurde der Untertitel »Eine Bamberger Anthologie« gewählt.

Im ersten Teil finden sich Gedichte oder Texte zur Lyrik von bekannten Schriftstellern, viele davon in Erstveröffentlichung. Vertreten sind: Nevfel Cumart, Heinz Czechowski, Hilde Domin, Zsuzsanna Gahse, Robert Gernhardt, Eugen Gomringer, Durs Grünbein, Peter Härtling, Ulla Hahn, Gerhard C. Krischker, Michael Krüger, Christoph Meckel, Hans Neubauer, Oskar Pastior, Lutz Rathenow, Guntram Vesper, Paul Wühr. Der zweite Teil enthält ausgewählte Gedichte der Literaturgeschichte, in zeitlicher Folge von Dante Alighieri über Andreas Gryphius, Johann Wolfgang von Goethe und Gottfried Benn bis Robert Gernhardt. Die Gedichte werden von Experten des Literaturbetriebs kundig und unterhaltsam ausgeleuchtet. Der Kreis der Interpreten reicht zwar nicht von A bis Z, aber doch immerhin von A (Thomas Anz) über M (Walter Müller-Seidel) bis S (Hartmut Steinecke).

Wer mag, kann »Lyrik lesen!« online beim Verlag bestellen.


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